Lots — 3rd Auction
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Deutsche Schiffspost im Ausland, 1890, Deutsches Reich 10 Pfg.-Ganzsachenkarte, entwertet „DEUTSCHE SEEPOST OST-ASIATISCHE HAUPTLINIE 7 12 90“, geschrieben „Near Aden“ (heute Jemen), mit Durchgangsstempel von Aden, mit französischen Schiffspoststempel „LIGNE N PAQ. FR. No. 6“, die nach Copenhagen/Denmark gelaufen ist.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1900-1906, drei in Colombo aufgegebene Karten, davon eine befördert mit MSP No. 27 [Dampfer Main] von 1902 nach Hannover, eine befördert mit MSP No. 5 [Dampfer Borussia] von 1906 sowie eine Ansichtskarte aus Suez mit Aufgabestempel Colombo und zartem Seepoststempel der Australischen Hauptlinie vom 20.7.00 nach Swakopmund in DSWA, von dort weitergeleitet nach Windhoek, jeweils mit AK auf Vorderseite.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST MSP No. 88, Hilfskreuzer „Berlin“, Feldpostkarte von 1918, aufgegeben in der norwegischen Internierung am Lo-Fjord nach Essen, mit MSP-Stempel, rotem Brief-Überwachungsstempel von MSP No. 88 und norwegischer Zensur. Oben links und rechts leichte Eckbüge, sonst Pracht.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST MSP 130 (WOLF); 1918, Germania 7 1/2 Pfg., entwertet "KAIS. DEUTSCHE MARINE-SCHIFFSPOST No. 130 1.5.18". als Einzelfrankatur auf Karte mit Beförderungsspuren (links kleiner Einriß, Ecken gestoßen) die von einem Leutnant auf dem Hilfskreuzer "S.M.S. Wolf" an einen Major a.D. in Hamburg gesendet worden ist. Offiziere hatten im 1.Weltkrieg keine Portofreiheit.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1919, Brief eines Besatzungsmitgliedes der „3.T. Halbfl. G 102“ (3. Torpedoboots-Halbflotille) aus der Internierung in Scapa Flow (Schottland), mit britischer Zensuröffnung, mit handschriftlichem Vermerk „Germany via England“ und nach Leipzig gelaufen.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1919, Brief vom „Schlachtkreuzer Moltke“ aus der Internierung in Scapa Flow (Schottland), mit Stempel „KAIS. DEUTSCHE MARINE-SCHIFFSPOST No. 17 12 1 19“, mit britischer Zensuröffnung, mit einigen leichten Knittern, mit kleinem, waagerechtem Einriß links und nach Hannover gelaufen.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1922, MSP No. 54, Kreuzer „Arcona“ (21.2.-3.8.1922), klar abgeschlagener Stempel vom 30.7.22 auf Ansichtskarte aus Bålholmen (Norwegen) nach Frankfurt-Bonames, frankiert mit DR-Freimarke Schnitter, 150 Pf., seltene Infla-Schiffspost, Pracht.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1923, MSP No. 207, Linienschiff „Hannover“, aptierter Stempel von der Schwedenfahrt (11.7-30.7.1923) auf Postkarte vom 24.7.1923 mit viel Text, frankiert mit zweimal Schnitter 10 M. und einmal Ziffern im Kreis, 100 M. nach Bremen. Die 100 M. mit Mängeln, Karte mit Bügen, trotzdem attraktiver und seltener Infla-Marineschiffspostbeleg.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1935, DEUTSCHE REICHSMARINE / SCHIFFSPOST Nr.4 / 21.3.35, zwei glasklare Abschläge auf der WHW-Lotterie-Ganzsache 1934/35 mit kurzem Text aus Reykjavik nach Frohse an der Elbe. Der Absender auf der "METEOR" nahm an einer sog. "Fischerei-Schutzreise" nach Grönland und Island teil. Stempel auf WHW-Ganzsache unübliche Kombination.
Deutsche Schiffspost im Ausland, MARINESCHIFFSPOST 1936, Deutsche Kriegsmarine-Schiffspost Nr. 8 h, großer Zweikreisstempel auf Briefumschlag, frankiert mit Hindenburg 12 Rpf. vom 24.10.36, aufgegeben auf dem Linienschiff Schleswig-Holstein. Dieses Schiff gehörte dem 3. Spanienverband an zum Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg. Brief mit „Devisenzensur“- Banderole und Stempeln des Marinepostbüros Berlin C 2 vom 7.11.1936. Marke defekt, sonst einwandfreier und historisch interessanter Beleg.
Deutsche Schiffspost im Ausland, SEEPOST 1889-1913, vier Belege mit Stempel „OST-ASIATISCHE HAUPTLINIE“, dabei 10 Pf.-Ganzsache von 1889 von Bord des Dampfers „Sachsen“ mit hs. Leitvermerk Port Said (Buchstabe „g“) sowie Krone/Adler- bzw. Germaniafrankaturen mit den Buchstabena, b und e.. Alle Belege im Netz abgebildet.
Deutsche Schiffspost im Ausland, SEEPOST 1885, Pfennig-Ausgabe, 20 Pfg. mittelultramarin als Einzelfrankatur auf dreiseitig geöffnetem Umschlag aus Eloby nach Hamburg, Marke leicht getönt, sonst einwandfrei, entwertet mit Rahmenstempel „Aus West-Africa / mit / Hamburger Dampfer“, rs. Bahnpoststempel Verviers / Coeln und AK Hamburg. Der Brief wurde aufgegeben an Bord des Woermann-Dampfers „M´Pongwe“ auf der Insel Eloby, die 1884 unter deutschen Schutz gestellt wurde und später zur Kolonie Kamerun gehörte. Seltener Seepostbrief und Vorläufer der Deutschen Post in Kamerun. Geprüft Wiegand BPP.
Deutsche Schiffspost im Ausland, SEEPOST 1921, Germania, 1 Mark violett / grün als Einzelfrankatur auf Postkarte aus Westafrika nach Hamburg, entwertet mit Seepoststempel „HAMBURG - WESTAFRIKA - 26.11.21“, nebengesetzt Aufgabestempel von Lourenco Marques vom gleichen Tag. Der Absender schrieb von der „Usamaro“, dem ersten Nachkriegsneubau der HAPAG. Pracht.
Deutsche Schiffspost im Ausland, SEEPOST 1923, Hochinflation 2 Millionen auf 200 M. graurot, acht Stück, davon ein Paar und ein Sechserblock als Frankatur auf Briefumschlag mit rs. Linienvignette nach Bremen, jede Marke entwertet mit Ovalstempel „BREMEN-NEW YORK c“ vom 19.10.23. Das Paar jeweils kleine Mängel, sonst tadelloser und für die Zeit seltener Beleg.