Lose — 1. Auktion
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Feldpostmarken, „NARVIK-MARKE.“ Im Michelkatalog zwar als Phantasie-Ausgabe bezeichnet, ist diese Marke doch ein Stück mit historischem Hintergrund: Der österreichische Gebirgsjäger Alois Reithofer war in der Schlacht um Narvik in Norwegen verwundet worden. Im Militärhospital entwarf er die Marke und sandte seinen Entwurf an das Reichspostministerium. Anders als z.B. in Frankreich war jedoch keine „Narvik“-Ausgabe vorgesehen, und die Sache geriet in Vergessenheit. Erst nach dem Krieg wurde der Entwurf dazu verwendet, Marken zu drucken, und zwar erfolgte er auf den Rändern von Hitler-Blocks. Die „größte Einheit“ konnte also nur aus zwei Marken neben- oder untereinander bestehen. Wir bieten hier den einzigen Probedruck auf Kreidepapier an, das einzige senkrechte Paar mit Wz. „Hakenkreuze“ der offiziellen dt. Marken sowie ein waagerechtes Paar und einen Sechserblock der sogenannten 2. Auflage (vgl. Baldus) – alle Stücke postfrisch. Für weitere Details vgl. „Die Narvikmarke“ von Wolfgang Baldus („Philatelie“, Mai 2025) sowie W. Jakubek, „Thema 3. Reich“, S.631f.
Feldpostmarken, 1943, Tunis, Zulassungsmarke braun auf hellgelbgrauem, dicken Papier, tadellos postfrisch und gut gezähnt mit Unterrand, entsprechend Fotoattest Müller BPP [1996]. Kabinetterhaltung. Mi.-Wert 700
Feldpostmarken, 1944, Zulassungsmarke Insel Kreta, gezähnt auf Brief nach Heidelberg, von einem Angehörigen der 9. Batterie des Flakregiments 12, bei der Marke ist die rechte Zahnreihe vollständig abgetrennt, entwertet mit Tagesstempel 19.11.44 des Feldpostamtes „d“ in Chania, Umschlag rechts etwas verkürzt, Absender und Empfängernachnamen teilweise unkenntlich gemacht, laut Fotobefund Petry echt. Trotz Mängel ansehnlicher Beleg.
Feldpostmarken, 1944, Insel Kreta, Zulassungsmarke mit orangerotem Überdruck „Inselpost“, gezähnt 13¾:14, zwei Exemplare auf Briefstücken, eins vom 8.11.44 (Feldpost „b“ Malemes), tadellos, eins vom 10.2.45 (Feldpost „d“ Chania), leicht stockige Zähnung, sehr heller Orangeton, geprüft Pickenpack.
Feldpostmarken, 1945, Hela, Zulassungsmarke ultramarin, Luxusstück vom linken Bogenrand, farbfrisch, geprüft Dr. Dub und tiefst Pickenpack BPP, ohne Gummi wie verausgabt. Mi.-Wert 450
Feldpostmarken, 1945, Feldpost-Vordruckkarte „OSTPREUSSEN-FELDPOST“ (magere Buchstaben), Kartonfarbe mattgrün, mit Feldpoststempel „FELDPOST c / 5.3.45“ nach Hamburg-Altona mit viel Text, Büge und Transportspuren, im Vordruck der Name „ADOLF HITLER“ durchgestrichen, ansonsten saubere Bedarfserhaltung. Absender und Empfänger waren Verwandte des Einlieferers. Mi.-Wert 800